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Kirchenmusik

Kirchenmusikalische Höhepunkte in der Stiftskirche St. Clara, Hörde

In der fast voll besetzten Stiftskirche St. Clara erlebten die Besucher am Samstag, dem 9.11., ein Kirchenkonzert von höchster Qualität. Es war in erster Linie Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmet. Mit schlichten Choralsätzen des Komponisten begann und endete das Konzert, wobei die Chorgemeinschaft St.Clara(Hörde), Hl. Geist (Wellinghofen) und der Frauenkammerchor Dortmund-Süd sowie ProjektsängerInnen sich als ein Ensemble von höchster Leistungsfähigkeit unter der Leitung des Dirigenten Mario Linnerz vorstellen konnten. Deutlich wurde dies an zwei weiteren Werken Mendelssohns: Das Anthem „Hör mein Bitten“ für Solosopran, Chor und obligate Orgel aus dem Jahre 1844 bildete die Mitte des Konzerts. Johanna Haecker (Sopran), die zuvor schon im „Panis angelicus“ von Cesar Franck mit lyrischem Stimmregister ihr Können unter Beweis gestellt hatte, arbeitete in der Hymne die dem Text zugrundeliegende Dramatik der Seelensuche nachRettung virtuos heraus; der die Gedanken aufnehmende Chor antwortete sensibel und sorgte für einen ausgewogenen romantischen Klang zwischen Tutti und Solo, unterstützt von Dekanatskirchenmusiker Simon Daubhäußer, der eine farbige und
gleichzeitig rücksichtsvolle Orgelbegleitung bot. Auch er hatte anfangs das Choralvorspiel „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ (BWV 662) mit grundtöniger und weicher Registrierung in das Gesamtkonzept des Konzerts eingebettet. Es folgte die Fantasie fmoll KV 594 von Wolfgang Amadeus Mozart, die ursprünglich für
eine Flötenuhr komponiert war. Simon Daubhäußer interpretierte die am Anfang und Ende düster-feierlich wirkende Trauermusik meisterhaft an der Orgel, indem er zarte Flötenklänge mit hellen Aliquotstimmen im majestätischen Mittelteil (F-Dur) konfrontierte.

Höhepunkt und Schluss des Konzerts bildete Mendelssohns 42. Psalm, den der Komponist selbst als eine seiner besten Kirchenkompositionen einschätzte. Pastor Martin Blume stimmte die Zuhörerschaft auf das der Psalmkantate zugrunde liegende tief empfundene Bild von Sehnsucht und Suche nach Gott ein, die über den Dialog mit Gott in Trost und Vertrauen Erfüllung findet – Schwerpunktmotiv des gesamten Konzertabends.

Bei der Ausführung des anspruchsvollen Werks gefielen dynamische Abstimmung und transparenter Chorklang, unterstützt von einer nicht weniger hochwertigen Orgelbegleitung, die in feiner orchestraler Registerwahl auch tonmalerische Elemente herausarbeitete, ohne die Chor- und Solostimmen zu übertönen. Die Forte- und Pianostellen des Chores waren deutlich, aber niemals übertrieben, sondern empfindsam mit ausgewogener Balance; die a-capella-Stellen bestachen durch saubere Intonation. Die Solistin Johanna Haecker stellte Emotionen wie Verzweiflung und Trost stimmlich herausragend dar. Der Dirigent Mario Linnerz leitete den Chor sicher über schwierigste Passagen des Werks wie Mehrchörigkeit und Chorgruppen, die in der kompliziert-polyphonen Fuge einen Höhepunkt fanden. Insgesamt gelang allen Beteiligten eine künstlerische Gestaltung in der Textausdeutung auf hohem Niveau.

Das Publikum antwortete mit lang anhaltendem Beifall, der zu zwei Zugaben aufforderte. Die 63 SängerInnen boten aus dem Chorraum der Stiftskirche das „Verleih uns Frieden“ von Mendelssohn dar, der Frauenchor das „Hebe deine Augen auf“ aus dem „Elias“. Der Frauenchor hatte bereits im Konzert das Sanctus und Benedictus aus der Messe in Es-Dur von Josef Gabriel Rheinberger überzeugend und klangrein vorgetragen.

Zu erwähnen ist noch das informativ und aufwändig gestaltete Programmheft mit Texten, Werkserläuterungen und Vorstellung der Beteiligten des Konzerts. Dazu eine technische Glanzleistung: Aus akustischen Gründen mussten die SängerInnen unter der Orgelbühne im hinteren Eingangsbereich der Stiftskirche platziert werden; das Dirigat wurde per Kamera auf einen Monitor zum Organisten übertragen.

Fazit: Ein Konzert auf hohem kirchenmusikalischen Niveau, das auf die Zuhörerschaft einen tiefen und bleibenden Eindruck hinterlässt

Dekanatskirchenmusiker

Simon Daubhäußer
Tel.:0231/1306892
Mobil:0176-64936735
E-Mail: daubhaeusser(at)stadtkirche-dortmund.de

 

Dekanatsverband der Katholischen Kirchenchöre Dortmund

 

Musik ruft Emotionen hervor, weckt Erinnerungen, schafft Bindungen. Deshalb hat Musik in der Kirche seit je her eine große Bedeutung. Klassische Musik ist zu einem großen Teil auch Kirchenmusik und erklingt in der Kirche an ihrem ursprünglichen Ort. Sakrale Architektur und sakrale Musik gehen hier eine geglückte Verbindung ein, die den Zuhörer ganzheitlich anspricht.
Darüber hinaus wird an vielen Orten in Dortmund auch moderne Musik in den Gottesdienst eingebracht, sei es in Form von Liedern für die Gemeinde oder als Musik von Bands und Chören.

Chöre präsentieren ein breites Spektrum von klassischer und moderner Musik im Gottesdienst ebenso wie bei eigenen Konzerten. Die Kirchenchöre in den Gemeinden des Dekanats Dortmund haben sich im „Dekanatsverband der Katholischen Kirchenchöre Dortmund“ zusammen- geschlossen.

Folgende Aufgaben nimmt der Verband wahr:

Fortbildung der Sängerinnen und Sänger, der Organistinnen und Organisten, der Chorleiterinnen und Chorleiter in den Gemeinden des Dekanats

Der Dekanatsverband führt in jährlichem Wechsel einen Chortag bzw. ein Dekanatsfest in einer Kirchengemeinde des Dekanats Dortmund durch. Die Vertreter(innen) der Kirchenchöre, Chorleiter(innen) und weitere an der Kirchenmusik beteiligte Personen treffen sich mehrmals im Jahr zu regelmäßigen Sitzungen.

 

Organe und Funktionen:

Folgende Kirchenchöre arbeiten zur Zeit im Verband mit:

 

Weitere Kirchenchöre sind zur Mitarbeit herzlich eingeladen.

Kontakt:

Dekanatskirchenmusiker
Simon Daubhäußer
Tel.:0231/1306892
Mobil:0176-64936735
E-Mail: daubhaeusser(at)stadtkirche-dortmund.de

 

 


Geschichte:

Der Dekanatsverband wurde im Jahre 1904 als „Verband der Caecilien-Vereine des Dekanats Dortmund“ gegründet und fasste die Kirchenchöre des gesamten Stadtgebiets der Stadt Dortmund und der Stadt Lünen zusammen. Im Zuge der Neuordnung der Dekanatsbezirke wurde die Verbandsarbeit nach 1945 auf das Dekanatsgebiet Dortmund-Altstadt beschränkt, das bis 2006 die Bezeichnung „Dortmund-Mitte“ trug. Es existiert eine inzwischen vierbändige Dekanats Chronik, die seit 1904 mit geringen Unterbrechungen (Kriegszeiten) bis auf den heutigen Tag fortlaufend weitergeführt wird. Der Dekanatsverband wurde im Jahr 2004 einhundert Jahre alt. Das Jubiläumsfest wurde am 29.05.2005 in der Propsteigemeinde gefeiert. Zum Jubiläum erschien eine Festschrift, in der ein geschichtlicher Überblick sowie der Festvortrag von Propst i. R. Paul Montag (*1927, …2008) und weitere Hintergrundinformationen abgedruckt sind.
Mit der Errichtung des Dekanats Dortmund im Juli 2006 hat sich der Verband in „Dekanatsverband der Katholischen Kirchenchöre Dortmund“ umbenannt.

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