Kulturgeschichtliches Seminar der Katholischen Akademie Schwerte untersucht das Verhältnis von Bildung und Macht

In Zeiten vom KI und sogenannten „alternativen Fakten“ stellt sich immer mehr die Frage, ob der Satz „Wissen ist Macht“ des englischen Philosophen Francis Bacon (1561-1626) heute noch Gültigkeit haben kann. In einem kulturgeschichtlichen Seminar geht die Akademie vom 8. bis 9. Mai dieser Frage an Beispielen aus der Zeit vor der industriellen Revolution nach.

Im Laufe von vielen Jahrhunderten hat mit der zunehmenden Bildung und Lesefähigkeit das in der Schrift gespeicherte Wissen immer mehr Menschen erreicht. Doch der aufklärerische Satz von Francis Bacon kann nicht verbergen, dass es neben dem Drang nach Erkenntnis auch Bildungsgefälle und Instrumentalisierung von Wissen gegeben hat. Die Antwort auf die Fragen: „Wer wurde wie ausgebildet? Welche Inhalte wurden den Menschen zugänglich gemacht?“ hängt nicht nur vom Fortschritt des Buchdrucks ab. Zensur passte das veröffentlichte Wissen dem Weltbild der Mächtigen an, gelenktes Wissen und Macht sind vielfach zusammengegangen.

Referentin ist die Kultur- und Kunsthistorikerin Dr. Hildegard Erlemann.

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Petra Scheffler, Tel. 02304/477-154, E-Mail: scheffler@akademie-schwerte.de
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