Am Mittwoch, 1. Juli, um 19 Uhr wird Prof. Egbert Ballhorn von der TU Dortmund in der Heilig-Geist-Kirche (Neuer Graben 162) unter dem Titel „Jesus aus Davids Stamm“ die Programmatik der dortigen Kirchenfenster aus dem Jahr 1942 erläutern und seine aktuelle Forschung dazu vorstellen. Jesus aus Davids Stamm. D
Mitten im Bombenkrieg konzipieren Pfarrer Emil Rath, ein erklärter Gegner des Nationalsozialismus, und die junge Künstlerin Margarete Franke neue Kirchenfenster für die Heilig-Geist-Kirche in Dortmund. Das letzte Buch des Neuen Testaments, die Offenbarung des Johannes, wird in Schrift und Symbolen in Glasmalerei übersetzt. Dabei werden auch Davidsterne verwendet. Vor dem Hintergrund, dass jüdische Menschen ab 1941 gezwungen waren, dieses Symbol in der Öffentlichkeit zu tragen, kann die Verwendung dieses Zeichens in den Kirchenfenstern nur als Bekenntnis zur bleibenden Erwählung Israels gedeutet werden.
Der Alttestamentler Prof. Egbert Ballhorn von der TU Dortmund erläutert das einzigartige Bildprogramm des Fensterzyklus vor dem Hintergrund der biblischen Texte und der jahrhundertelangen Israelvergessenheit der christlichen Kirchen.
Der Eintritt ist frei. Eine Kooperation der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. mit dem Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V.
