Kulturgeschichtliches Seminar der Katholischen Akademie Schwerte zur Pestepidemie im Mittelalter:
Als 1347-1351 die große Pestepidemie über Europa hereinbrach, traf die Krankheit auf „blühende Landschaften“. Die Konjunktur florierte, die italienische Städtelandschaft entwickelte ein neues Selbstverständnis bürgerlichen Zusammenlebens. Technische Innovation und Bildung formten Wirtschaft und Gesellschaft um, der Fernhandel weitete die kulturelle und wirtschaftliche Perspektive, und eine Warmzeit steigerte die Produktivität der Landwirtschaft.
Das Seminar „Der schwarze Tod“, das vom 6. bis 7. November in der Katholischen Akademie Schwerte stattfindet, untersucht die gravierenden Auswirkungen der großen Pestepidemie auf die florierende Gesellschaft des 14. Jahrhunderts. Spätestens in der Corona-Epidemie wurde deutlich, dass medizinische Katastrophen nicht nur vermeintlich „unterentwickelte“ Gesellschaften treffen. Gerade in Zeiten starker globaler Vernetzung – wie im florierenden Mittelalter – können sie die für sicher gehaltenen Regeln des menschlichen Zusammenlebens außer Kraft setzen.
Referentin ist die Kultur- und Kunsthistorikerin Dr. Hildegard Erlemann.
Information, Programmanforderung und Anmeldung:
Petra Scheffler, Tel. 02304/477-154, E-Mail: scheffler@akademie-schwerte.de
www.akademie-schwerte.de (Programm)
