Dortmund, 6. Oktober 2026. Begegnung, Austausch und neue Impulse: Mit ihrem ersten Jahresempfang brachte die Kath. St. Paulus Gesellschaft am 01. Oktober 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheitswesen, Politik, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Canisius Campus in Dortmund zusammen. Der Abend beschäftigte sich mit der Frage, wie sich eine verlässliche Gesundheitsversorgung in der Region unter verändernden Rahmenbedingungen zukünftig gestalten lässt und welche Rolle dabei die künstliche Intelligenz einnimmt.

Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Martin Rehborn und CEO Henning Eichhorst begrüßten die über 100 geladenen Gäste im Canisius Campus Dortmund. Der Jahresempfang soll künftig eine Plattform für den persönlichen Dialog und die Vernetzung schaffen. Gerade angesichts der großen Veränderungen im Gesundheitswesen ist es laut Prof. Rehborn wichtig, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen für die Zukunft zu suchen. Vernetzung verschiedener Protagonisten spielt eine wichtige Rolle, denn gute Gesundheitsvorsorge in einer Stadt entstehe gemeinsam. Genau dieses Ziel verfolgte die Paulus Gesellschaft mit ihrer Einladung: „Ich freue mich, dass unsere Gäste die Einladung zahlreich angenommen haben und sich mit uns in die Themenfelder begeben“, so Rehborn.

 „Anamnese und Prognose“ für die Paulus Gesellschaft

Unter dem Titel „Anamnese und Prognose“ richtete Henning Eichhorst den Blick auf die Kath. St. Paulus Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung. „Wir sind im Spannungsfeld zwischen Konzernbildung – Paulus soll weiter wachsen-, unserer Identität, die wir als christliches Unternehmen wahren werden und der Ausgestaltung unserer medizinischen Angebote unter den uns vorgegebenen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Ein weites Feld, das wir – Dank unserer 10.000 Mitarbeitenden – mit Engagement, Kraft und Empathie angehen.“

Dabei ist der Blick immer auf die die Frage gerichtet, wie sich medizinische Qualität, wirtschaftliche Stabilität und eine verlässliche Versorgung der Menschen in der Region miteinander verbinden lassen. „Wir kommen aus einer finanziell soliden Position nach zwei wirtschaftlich guten Jahren, die zeigen, dass unsere Arbeit für die Menschen richtig ist. Wir werden uns auch kommenden Herausforderungen stellen. Denn auch zukünftig möchten wir die Handlungshoheit bei uns behalten und die Zukunft aktiv in unserem Sinne mitgestalten“, so Eichhorst.

Magnifica humanitas – KI zwischen Fortschritt und Turmbau zu Babel“

Einen weiteren sehr spannenden inhaltlichen Schwerpunkt setzte Prof. Dr. Aaron Langenfeld, Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn und Lehrstuhlinhaber für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft. In seinem Vortrag „Magnifica humanitas – KI zwischen Fortschritt und Turmbau zu Babel“ beleuchtete er die Chancen, aber auch die sich daraus ergebenden Konflikte für die Menschlichkeit aus theologischer Sicht: Wer steuert die KI und welche Auswirkungen hat dies für die Menschheit? Die katholische Soziallehre findet hier ihren Einsatz, um ein Gegenmodell zu einer zunehmend abhängig machenden Technik zu etablieren: Transparenz, Offenheit, Subsidarität, Partizipation , Gemeinschaft und nicht zuletzt der „liebende“ Blick auf die Menschen können dagegenhalten. Damit griff der Jahresempfang bewusst ein Thema auf, das weit über die technologische Betrachtung hinausgeht: Wie lässt sich Fortschritt verantwortungsvoll gestalten – und welche Rolle spielt der Mensch in einer zunehmend von digitalen Technologien und KI geprägten Welt?

Im Anschluss an die Reden nutzten die Gäste die Gelegenheit, die Impulse des Abends zu diskutieren, Kontakte zu vertiefen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Damit wurde der erste Jahresempfang der Kath. St. Paulus Gesellschaft vor allem zu dem, was er sein sollte: eine Plattform für Begegnung, Vernetzung und den gemeinsamen Blick nach vorn.

Foto (Gudula Stroetzel): Henning Eichhorst (li.), Prof. Dr. Aaron Langenfeld und Prof. Dr. Martin Rehborn freuten sich über die zahlreich erschienen Gäste und die Gelegenheit zum Austausch.