Wehmut, Dankbarkeit und Aufbruch
Dortmund-Ost. Mit einem festlichen Gottesdienst und einem lebendigen Neujahrsempfang haben die vier katholischen Gemeinden St. Nikolaus von Flüe, St. Joseph, Vom Göttlichen Wort und St. Clemens am Sonntag die Errichtung ihrer neuen Gesamtpfarrei Heilige Schutzengel Dortmund gefeiert. Zahlreiche Gemeindemitglieder erlebten einen Tag, der von Dankbarkeit für das Gewachsene, leiser Wehmut über Abschiede und großer Zuversicht für den gemeinsamen Weg geprägt war.

Der feierliche Gottesdienst wurde von Ministrantinnen und Ministranten aus allen vier Gemeinden mitgestaltet und machte so die neue Gemeinschaft sichtbar. Neben dem Orgelspiel verlieh die Flötengruppe „Tibia musica“ der Feier eine besondere festliche Atmosphäre. Ein zentrales Zeichen des Neubeginns war die Segnung der vier Osterkerzen, die in allen Kirchen der neuen Pfarrei in der Osternacht entzündet werden. Sie tragen ein gemeinsames Engelmotiv und stehen sinnbildlich für die Verbundenheit der vier Gemeinden.
In seiner Predigt griff Pfarrer Ludger Keite den Namen der neuen Pfarrei auf. Er erinnerte daran, dass Menschen nicht nur darauf vertrauen, von Schutzengeln begleitet zu werden, sondern selbst füreinander zum Engel werden können – durch Trösten, Helfen und solidarisches Miteinander im Alltag.

Im Anschluss an den Gottesdienst kamen viele Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Franz-Stock-Haus zum Neujahrsempfang zusammen. Annette Weber, Vorsitzende des Rates der Pfarrei, begrüßte die Anwesenden und dankte allen, die den langen Weg zur neuen Pfarrei mitgetragen haben. Einen besonderen Akzent setzte eine Videoinstallation von Pastor Heinrich Oest: Zwölf Gemeindemitglieder berichteten darin sehr persönlich, ob und wie sie in ihrem Leben schon einmal einen „Schutzengel-Moment“ erfahren haben.
Für eine liebevolle Gestaltung des Empfangs sorgte Gemeindereferentin Franziska Fix, die gemeinsam mit der Kita St. Clemens eine kreative Tischdekoration mit vielfältigen Engelsmotiven vorbereitet hatte. Ein gemeinsames Mittagessen, sowie viel Zeit für Gespräche und Begegnungen über frühere Gemeindegrenzen hinweg rundeten den Tag ab.
Ein weiterer Blickfang des Tages war eine Lichtinstallation mit zwei übergroßen Engelflügeln, die vor der Kirche aufgebaut war. Sie lud Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich symbolisch „als Engel“ fotografieren zu lassen. Viele nutzten diese Möglichkeit, um den Gedanken des Tages kreativ und persönlich aufzugreifen und den Neubeginn der Pfarrei mit einem besonderen Erinnerungsfoto festzuhalten.
„Ich bin überaus dankbar, diesen Tag miterlebt zu haben“, fasste ein Gemeindemitglied die Stimmung zusammen. Die Eröffnung der neuen Pfarrei Heilige Schutzengel Dortmund wurde so zu einem spürbaren Zeichen von Gemeinschaft, Aufbruch und Hoffnung für die Zukunft der Kirche im Dortmunder Osten.
Fotos; Trencik, Rogalla, Pfarrei Hl. Schutzengel
