Dortmund, 06.01.2026 – Wenn Ärzt:innen und Pflegekräfte des Jahres 1851 für einen Tag ins St. Johannes Hospital von 2026 zurückkehren könnten – sie würden vieles nicht wiedererkennen: Die modernen OP-Säle, die Hochleistungs- und Intensivmedizin, die diagnostischen Möglichkeiten, die Vielfalt der Mitarbeitenden. Doch eines würden sie sofort wiedererkennen: den Auftrag, Menschen in schwierigen Lebenslagen beizustehen. Genau dieser Auftrag prägt das St. Johannes Hospital seit 175 Jahren – und bildet das Herz des Jubiläumsjahres 2026.
Vom 12-Betten Haus zum einem Schwerpunktkrankenhaus mit 600 Betten, das ist die Geschichte des JoHos, die in bewegten 175 Jahren vom minimalen Allgemeinversorger zu einer exzellenten medizinischen Größe weit über Dortmunds Region wurde. Ein „Schatzkästchen“, wie Prof. Dr. Martin Rehborn, Aufsichtsratsvorsitzender der Kath. St. Paulus Gesellschaft, zu der das St. Johannes Hospital heute gehört, betonte: „Das St. Johannes Hospital ist eine feste Größe in Dortmund – medizinisch, aber auch gesellschaftlich. Das Haus wurde aus einem christlichen Geist heraus gegründet, der das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dieser Auftrag ist heute genauso relevant wie vor 175 Jahren. Er leitet uns in all unseren Entscheidungen.“
Daher ist es ein zentrales Anliegen, die lange Geschichte des Hauses mit den Menschen zu teilen, die sie mitgeschrieben haben: Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende, Partner in Kirche, Stadt und Gesundheitswesen. Christoph Rzisnik, Geschäftsführer der Kath. St. Paulus Gesellschaft, erklärt: „Aus einer kleinen Pflege- und Behandlungseinrichtung hat sich über anderthalb Jahrhunderte ein moderner medizinischer Schwerpunktversorger entwickelt, der wirtschaftlich solide aufgestellt ist, vielen Menschen einen sicheren und karrierefördernden Arbeitsplatz bietet und ein wesentlicher Bestandteil der Kath. St. Paulus Gesellschaft ist. Unsere DNA ist es, über das Maß hinaus zu gehen und uns für unsere Patienten und unsere Mitarbeitenden einzusetzen.“ Im Jubiläumsjahr sind zahlreiche Veranstaltungen geplant – darunter eine Ausstellung zu historisch-medizinischen Geräten im Propsteihof, ein Mitarbeiterfest im September, ein Festakt und Pontifikalamt, eine Ärztefortbildung sowie Kooperationen mit städtischen Partnern und Unternehmen in der Region, eine Mischung aus öffentlichen und internen Veranstaltungen. Aber es wird auch leise Momente der Einkehr geben, wie etwa Gottesdienste oder interreligiöse Gebete.
175 Jahre Vertrauen und Verantwortung
Die Geschäftsführerin der SJG St. Paulus Ljubica Flasche betont ebenfalls die Bedeutung des Krankenhauses für die Stadtgesellschaft: „175 Jahre JoHo bedeuten 175 Jahre starkes Vertrauen. Seit 1851 wenden sich Menschen aus Dortmund und der Region an uns – in schwierigen Momenten, mit Hoffnungen und Erwartungen. Dass wir ihnen bis heute verlässlich zur Seite stehen können, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Wir sind entwicklungsstark und fühlen uns eng mit der Region verbunden“. Sie ergänzt: „Unser Jubiläumsmotto ‚175 Jahre JoHo wirken – von Mensch zu Mensch‘ bringt auf den Punkt, was unser Haus seit Jahrzehnten ausmacht: professionelle Hochleistungsmedizin, die von Menschlichkeit und hoher Motivation unserer Kolleginnen und Kollegen getragen wird. Was klein begann, ist zu einem großen Netzwerk und zentralen Pfeiler der medizinischen Versorgung geworden.“
Medizinischer Fortschritt über 175 Jahre
Als Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 blickt Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Georg Meyer auf die medizinische Entwicklung des Hauses: „Von frühen Medizin des 19. Jahrhunderts bis zu den hochspezialisierten Zentren von heute – das JoHo hat sich stetig weiterentwickelt und Ausrufezeichen gesetzt. Unsere Kardiologie ist eine der größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland und zusammen mit der Herz- und Gefäßchirurgie bilden sie ein national wahrgenommenes Zentrum. Auch die Augenklinik oder die Gynäkologie mit dem großen Brustzentrum sind über die Grenzen NRWs deutlich sichtbar. Das onkologische Zentrum einschließlich der dazugehörenden operativen Fächer und die Stammzelltransplantationseinheit sind zertifiziert und vom Land herausgestellt. Viele Einrichtungen, wie Apotheke, Labor oder Radiologie sind für ihre Tätigkeiten über regionalen Grenzen hinaus anerkannt. “ Auch im Rahmen der Krankenhausreform wurden die Leistungen im JoHo bestätigt: „Das ist ein Ergebnis der bei uns zeitnah umgesetzten medizinischen Innovationen, die unsere Mitarbeitenden und die Geschäftsführung angefeuert haben“, sagt Meyer, „und ohne die Kompetenz und den Einsatz aller Mitarbeitenden wäre dies nicht möglich und daher ist dieses Jubiläum auch ein Dank an alle diejenigen, die dieses Haus über Generationen geprägt haben.“
Infos dazu finden sich auf der Internetseite https://175jahre.joho-dortmund.de/175-jahre-st-johannes-hospital-dortmund
Foto (Gudula Stroetzel): Die Handabrücke von Patienten auf der Stammzelltransplantationsstation haben Symbolkraft: sie stehen für Hoffnung, Menschlichkeit und Nähe. Christoph Rzisnik, Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Georg Meyer, Ljubica Flasche und Prof. Dr. Martin Rehborn (von li. n.re.) möchten sich mit dem Festjahr bei allen Mitarbeitenden dafür bedanken.
